2009 Japan


Zu Gast beim Kawaguchi World Festival Fusion2009


Kawaguchi/ Tokio, 25. Juli und 26. Juli: beim "KawaguchiWorld Festival Fusion 2009" war Deutschland zu Gast. Kawaguchi pflegt dieses Festival als kulturellen Austausch und als Dienst am friedlichen Miteinander der Nationen. Jedes Jahr ist ein Land Gast; so waren bisher schon Norwegen, Spanien und die U.S.A. vertreten. In diesem Jahr wurden aus Deutschland das junge Barockorchester "Concerto EQuadro Mannheim", das der Musikschule Mannheim angehört, das "Leipziger Streichquartett" und eine Ballettformation der Ballettschule Bruchsal Christel Nowozamsky-Gharib ausgewählt, am Kawaguchi World Festival teilzunehmen.

Gemeinsam mit japanischen Bläsern wurde Händels Feuerwerksmusik gegeben. Felicitas Laxa, die sich seit vielen Jahren mit der Barockgeige beschäftigt, interpretierte das Sommerkonzert aus Vivaldis Jahreszeiten und Telemanns anspruchsvollstes Violinkonzert in D-Dur. Gemeinsam mit dem Leiter des Orchesters Diethard Laxa spielte sie Bachs Doppelkonzert BWV1060. Die ausgewählten Orchesterstücke fächerten das Streichorchester bis zur Zehnstimmigkeit auf. Es erklangen Concerti von Dall'baco, Wassenaer und de Fesch. Telemanns Don Quixotte wurde gemeinsam mit den Bruchsaler Tänzern als Ballett aufgeführt.

Die Konzerte in den riesigen und architektonisch aufwendig gestalteten Sälen waren hervorragend besucht. Das Orchester wurde stürmisch gefeiert und eine erneute Einladung wurde spontan ausgesprochen.

Für Japaner sind Barockmusik und Konzerte auf historischen Instrumenten Neuland. Sie lieben die Musik Mozarts, Beethovens und späterer Epochen. Allenfalls sind noch das Weihnachtoratorium und die Matthäuspassionvon Bach bekannt. Umso erstaunlicher die großer Begeisterung für diese Musik und den anderen Klang. Hunderte von Zuhörern studierten in den Konzertpausen Aussehen und Bau der Barockinstrumente. Tausende von Fotos wurden gemacht.

Für die Akteure gehörten zum Programm des Kulturaustausches Teezeremonie, Kalligraphie, Ikebana und Kimonoanprobe. Bei der Schrein-Parade,bei der der ca. 1000kg schwere und 3,3 Mill. teure buddhistische Schrein durch die Stadt getragen wurde, wurden die Orchestermitglieder eingeladen, den Schrein mit zu tragen. Das "Concerto EQuadro" erhielt als erstes und einziges Ensemble der bisherigen Festspiele hierfür eine Auszeichnung für außergewöhnliches Engagement, die einer Ehrenbürgerschaft gleich kommt.