JugendSinfonieOrchester Mannheim

Das JugendSinfonieOrchester Mannheim

wurde im November 1977 als "Orchester der Städtischen Musikschule Mannheim" von Hanno Haag gegründet. 1982 erhielt das Ensemble seinen heutigen Namen. Anfang 1999 übernahm Diethard Laxa die Leitung.

Das Orchester steht allen Jugendlichen, die das notwendige instrumentale Können besitzen offen. 95 junge Instrumentalisten besuchen die wöchentlichen Proben im Börsensaal der Musikschule in E4. Eine Arbeitswoche über Fasching in einem Jugendgästehaus dient zur Vorbereitung des Jahresprogramms. Die Orchestermitglieder kommen nicht nur aus Mannheim, sondern aus dem gesamten Rhein-Neckar-Dreieck. Regelmäßige CD-Aufnahmen dokumentieren die immense Bandbreite und das hohe Niveau des Orchesters. Jährlich werden zwischen 10 und 15 Konzerte, auch mit Chören, in Mannheim, dem Umland, der Bundesrepublik und im Ausland (Australien, Finnland, Italien, Japan, Kanada, Norwegen, Schweden, Ungarn, USA, Zypern) veranstaltet.

2005 fand eine großartige Konzertreise, im Rahmen eines Austauschs mit dem renommierten "Senzoku Gakuen College", nach Japan statt. Konzerte im "Metropolitan Art Space" Tokio in der "Maeda-Hall" Kawasaki und dem berühmten Amphitheater "Stellar Theater" Kawaguchiko mit Blick auf den Fujiama, waren unvergessliche Erlebnisse. Ostern 2006 hat das Orchester zusammen mit dem Chor der Universität Odense das Mozart Requiem in drei Konzerten in Dänemark aufgeführt.

In einer groß angelegten Konzertreihe in Zusammenarbeit mit dem "Speyerer Kammerochester" ,welches ebenso unter Laxas Leitung steht ,kamen im Mozartjahr alle 27 Klavierkonzerte und alle Konzerte für Streichinstrumente inklusive aller Einzelsätze zur Aufführung.

Ostern 2007 unternahm das JSOM eine dreiwöchige Konzertreise zu den drei australischen Partnerorchestern in Perth, Brisbane und Sydney. 2008 erlebten die Eltern und Musiker großartige Konzerte mit dem Queensland Youth Orchestra aus Australien und mit dem Orchester Unidad de L`Alacala aus Spanien. Noch im selben Jahr fuhr das Orchester zu einem Gegenbesuch nach Alacala, wo es ebenfalls herzlich empfangen wurde. Das Jahr stand ganz im Licht Bruckners. Die 3. Sinfonie wurde mehrfachn der ganze Länge (etwas über 60 Minuten) in der Urfassung aufgeführt. 2009 waren die Musiker wiederum über die Osterferien 18 Tage unterwegs. Diesmal war ihr Ziel Japan, wohin sie von dem Japanischen Chor "An die Freude" zum Beethovenfestival nach Kawaguchi eingeladen waren. Vor über 1000 Gästen in den großen Säalen gaben sie gemeinsam Beethovens 9.Sinfonie mit überweltigendem Erfolg.

Dem Orchesterleiter ist es ein besonderes Anliegen, jungen Leuten von heute das Erlebnis "Ernste Musik" zu vermitteln. Im Zeitalter seichter Fernsehunterhaltung und kurzlebiger Musikclips, ist es ihm wichtig, einen Gegenpol zu setzen. Diethard Laxa will zeigen, wie viel Arbeit und Mühe einerseits notwendig sind, um zum Beispiel einen "Elias" lebendig werden zu lassen, andererseits vermitteln, welche Freude eine gelungene Aufführung bereitet. Das Gänsehautgefühl beim Erleben einer Tschaikowski- Sinfonie kommt nur wirklich auf beim Selberspielen, beim Erfahren der Gemeinschaftsleistung, bei der Freude am Können und an Kunst.