2009 Japan Tagebuch
Japan- Tagebuch
3.April bis 18.April 2009
Die 85 Musiker und Musikerinnen des JSOM mit Dirigent Diethard Laxa und Managerin Martina Häberle kamen gut in Japan an und dürften schon einiges erlebt haben. Hier sind die ersten Meldungen aus Japan. Lara, Kontrabassistin, hat netterweise die Aufgabe übernommen, ein kleines Tagebuch aus Japan für uns zu schreiben. Hier sind die Berichte:
1. Bericht
Wir sind in Japan!!! Und zwar genau genommen in Yamaguchi, das liegt grob geschätzte 24 Stunden, 2 Flüge und 2 Busfahrten von Mannheim entfernt :D. Dort angekommen wurden wir herzlichst in unseren Gastfamilien begrüßt, die schon große Schilder mit unseren Namen bereit hielten. Viel konnte man mit uns übermüdeten Deutschen allerdings nicht mehr anfangen, und da es auch schon 23 Uhr war, sind wir alle früh gewesen endlich in ein richtiges Bett zu kommen! Aber "Bett" in unserem Sinne war nicht was uns erwartete! Die meisten von uns schlafen auf Tatamimatten mit einem weichen Überzug. Und lasst euch gesagt sein: Die sind bockelhart und haben KEINERLEI Federung! Umso überraschter konnten wir am nächsten Morgen feststellen, das wir erstaunlich gut geschlafen hatten und keinerlei der befürchteten Rückenschmerzen aufzuweisen waren! O-Ton Hr. Laxa: "Ich habe so gut geschlafen, wie schon seit Jahren nicht mehr!" Vielleicht sollte sich auch unser Dirigent zu Hause ein traditionell japanisches Schlafzimmer einrichten! Ob der gute Schlaf nun aber an der Tatamimatte oder der erschöpfenden Reise lag, bleibt vorerst offen... ;-) Das Highlight des Tages ist aber ungeschlagen: Ihr werdet es mir vielleicht nicht glauben, aber hier gibt es beheizte Klobrillen!!! Es könnte daran liegen, dass man sonst in kaum einem Raum im Haus eine Heizung finden kann, aber ich muss trotz des erst sehr überraschenden Moments sagen - man gewöhnt sich sehr schnell daran! 4.4. LG Lara :-)
2. Bericht
5. 4. 09 An unserem ersten ganzen Tag in Japan konnten wir - sofern der Jetlag uns keine Probleme bereitete - nach der langen Reise verdient ausschlafen oder ein ausgiebiges traditionell japanisches Frühstück probieren: Miso-Suppe, Reis, Fisch (roh und gekocht), grüner Tee, Salat, Eier und vieles mehr. Ein ungewohnter, aber nahr- und schmackhafter Start in den Tag! Der erste gemeinsame Termin stand um 12:00 auf den Programm: Im Butoku-Den einer Halle, die auch einem Martial-Arts-Film als Kulisse hätte dienen können, wurde uns japanische Kampfkunst gezeigt und erläutert. Praktischerweise muss jeder japanische Polizist im Rahmen seiner Ausbildung Judo oder Kendo lernen, so dass es an fähigen Demonstratoren nicht mangelte. Nach der Vorführung hatten einige von uns die Gelegenheit, selbst Judo-Anzüge anzuprobieren und sich gegenseitig aufs Kreuz zu legen - an die äußerst beeindruckenden Kendo-Schwerter wagten wir uns lieber nicht; die ganz scharfen wurden ohnehin nur von den ergrauten Meistern verwendet, jüngere Kämpfer hatten Stöcke, mit denen sie sich lautstark bekämpften. Nachdem schließlich auch einer der Judo-Meister von einem JSOM-Mitglied eindrucksvoll besiegt worden war, machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein entlang des von blühenden Kirschbäumen gesäumten Flusses auf den Weg zum Bürgerhaus. Wer die weiß-rosa Pracht der Sakura (Kirschblüte) einmal selbst erlebt hat, kann die Begeisterung der Japaner dafür leicht nachvollziehen. Im Bürgerhaus (das mit u.a. einem 1000-Plätze-Saal sehr gut ausgestattet ist) ging es dann (nach einem rührenden Empfang durch Spalier stehende und applaudierende Japaner) ans Proben. Obwohl Chor und Solisten aus Japan ausgezeichnet vorbereitet waren (O-Ton Herr Laxa: "Wir hätten uns auch erst zum Konzert treffen können!"), wurde nochmals hart gearbeitet, so dass es kaum zu Pausen kam - außer für die von Beethoven sträflich vernachlässigten Posaunisten. An die Probe schloss sich ein Empfang für Gäste und Gastgeber an, zu dem ein opulentes Buffet geboten war, das nach den Grußworten der Vertreter von JSOM und "An die Freude" (wie sich der hiesige Chor nennt) schnell viele dankbare Abnehmer fand. (Was sucht der Hornist am Buffet? Nachschlag! - Fehlanzeige, das meiste war ratzfatz verzehrt.) Wir sangen noch gemeinsam japanisches Liedgut, bevor der Empfang nach vielen interessanten Gesprächen ein Ende fand. Zum Abschied gab es für jedes JSOM-Mitglied eine selbst gebastelte Tüte mit Jonglierbällen (ebenfalls vom Chor selbst genäht!), einem Zweig mit Miniaturlaternen und Broschüren über Yamaguchi; auf dem Weg nach draußen flankierten uns einmal mehr jubelnde und applaudierende Japaner, deren Herzlichkeit und Gastfreundschaft alles bisher Erlebte in den Schatten stellt. LG Isidor Broderson:))
3. Bericht
Montag, der 06.04.2009 Am Montag wurden wir auf eindrucksvolle Weise durch die Mitglieder des Chores " An die Freude" in einige japanische Traditionen eingeführt. Als wichtigste Tradition wurde hierbei eine Teezeremonie mit Herrn und Frau Laxa und Frau Häberle durchgeführt. Dazu spielte eine Musikgruppe mit typischen Instrumenten traditionelle Lieder . Danach durften wir verschiedene Bereiche der japanischen Kultur ausprobieren. So konnten wir die Teezeremonie selbst erleben, übten uns in der Kalligraphie mit japanischen Schriftzeichen, steckten nach den Regeln der japanischen Blumenkunst Gestecke (Ikebana), ließen uns in traditionellen Hochzeitskimonos fotografieren, falteten verschiedene Figuren nach der Kunst des Origami und übten uns im Jonglieren. Natürlich war dabei immer für viel Spaß gesorgt und so wurde es zusammen mit den japanischen Gastgebern zu einem aufregendes Ereignis. In der Mittagszeit erkundeten wir dann in kleineren Gruppen die Fußgängerzone Yamaguchis, (wobei sich einige in ein Sushirestaurant wagten), mit überwiegend positiven Erfahrungen. Nach einer Probe und einem Abendessen, das aus einem Sandwichpaket bestand war unser erstes Konzert an der Reihe. Trotz unseres Lampenfiebers vor der großen 9. Symphonie von Beethoven, wurde das Konzert in einer wunderschönen Halle mit nahezu 1000 Besuchern zu einem vollen Erfolg. So sorgte besonders der Schlusssatz mit dem 120 Mann starken Chor und den 4 Solisten , die alle den Kampf mit der deutschen Sprache für sich entscheiden konnten, bei vielen Orchestermitgliedern für Gänsehaut. Den Abend verbrachten wir mit den Gastfamilien und so mancher lernte dort noch den Sake kennen, einem typischen japanischen Wein, der aus Reis, Süßkartoffeln oder Getreide hergestellt wird. Zusammen mit dem perfekten Wetter war dies ein ereignisreicher Tag, der bei uns für viel Begeisterung gesorgt hat LG Philipp August und Frederic Schöffel.
4. Bericht
Dienstag, den 07.04.2009 Nach einem ausgelassenen Abend, den wir in einem traditionellen japanischen Lokal verbrachten, wurde wir in aller Frühe um 7.00 mit einem "goot monin" von unserer 2-jährigen Gastschwester geweckt. Im laufe des Vormittags besichtigten wir gemeinsam mit unserer Gastfamilie Japans größte Tropfsteinhöhle (1 km lang). Während einer beeindruckenden Tour durch das unterirische Gewölbe trafen wir "wie zufällig" einige uns bekannte deutsche Touristen. Mit Souvenirs beladen, fuhren wir auf ein hohes Plateau wo wir den Blick auf eine riesige kahle Hügellandschaft schweifen ließen. Wir erfuhren das hier alljährlich gezielt alle Vegetation abgebrannt wird. Den Grund hierfür erfuhren wir nicht. Mittag gegessen haben wir in einer Sushi Bar. In der Mitte des Raumes wurde das Sushi frisch zubereitet und lief dann auf einem Band durch den Raum, sodass man sich spontan nehmen konnte was man wollte. Einige von uns nutzen dieses Angebot sehr ausgiebig sodass bald der gesamte Tisch mit Tellern voll stand. Grünen Tee füllte man sich aus einer Zapfhahn am Tisch selbst nach. Da das Wetter außerordentlich einladend war, besuchten wir eine Tempelanlage. Mit einem Grünen-Tee-Eis in der Hand wurden wir über Buddha und die verschiedenen Möglichkeiten des Glückes, der Gesundheit und der Sündenvergebung aufgeklärt. Danach sind wir zur High School gefahren. Dort wurden wir mit einer exzellenten brasilianischen Choreografie zu Copa Cabana mit dem schuleigenen Blasorchester empfangen. Gemeinsam mit unseren japanischen Freunden haben wir ein traditionelles Stück gespielt (Totoro). Trotz des nur sehr flüchtigen Kennenlernens fiel uns der Abschied schwer. Anschließend besichtigten wir eine Sake Fabrik die den Freunden unsere Gastfamilie gehörte. Mit dem Verköstigen des Sake ließen uns die Japaner allerdings allein. Etliche Gläser wurden von uns geleert und viele Sorten verglichen, wobei wir erfuhren, dass die Sake Kultur der ("Trauben-") Weinkultur in nichts nachsteht. Die ganzen Eindrücke nahmen wir in uns auf und konnten dank des Sakes auf den Tatami Betten sehr gut schlafen. LG Ferdinand August und Michael Gobin
5. Bericht
Bericht den 09.04.2009 Nach einem japanischen Frühstück, welches aus einer Reissuppe und grünem Tee bestand, wurden wir mit einem Bus zum Bürgerhaus in Hirakawa gefahren. Dort angekommen konnten wir auch gleich mit der Zubereitung der Mochi-tsuki beginnen, bei der wir Deutschen tatkräftig mithelfen konnten. Dazu wurde zunächst ein Reisklumpen mithilfe von Holzschlägeln weichgeklopft, bevor man daraus schließlich Mehlkugeln formen konnte. Nachdem diese Kugeln gekocht wurden, konnten wir unsere eigenhändig zubereiteten Mochi-tsuki verkosten. Da an diesem Tag ein Konzert in der Kirakawa Middle School anstand, hatten wir dort eine Probe, bei der wir von winkenden japanischen Kindern empfangen wurden. Nach einer einstündigen Probe hatte jedoch allmählich das gesamte Orchester so einen Hunger, sodass wir zum Bürgerhaus zurückkehrten, wo uns ein großes Buffet mit vielen selbstgemachten japanischen Leckereien empfing. So kosteten wir jedes Gericht und konnten uns schließlich auf den Weg zur Schule machen, wo wir einen Einblick in die japanische Disziplin bekommen haben. Die Schüler, die unter Anleitung ihres Lehrers in die Halle gingen, hatten ihren eigenen Stuhl dabei, weshalb nur wenige Minuten vergingen bis jeder auf seinem Platz saß, was hier bedeutet, dass immer abwechselnd ein Mädchen neben einem Jungen sitzt. Das Konzert, das eine kurze Vorstellung der einzelnen Instrumente beinhaltete, erhielt viel positive Rückmeldungen. Daraufhin besichtigten wir einen Tempel, in dem wir in die Meditation des Zaren eingeführt wurden. Zunächst wurde uns die richtige Haltung (u.a. Lotus-Sitz) erklärt, woraufhin wir eine 25-minütige Meditation durchführten. Dabei wurden wir von einigen Mönchn des Zazen beobachtet und verbessert. Danach konnten zumindest die meisten von uns entspannt zum Essen in einem japanischen Restaurant fahren, wo uns die Gastfamilien mit einer tollen Abschiedsparty erwarteten. So hatten wir viel Spaß beim Erlernen eines japanischen Tanzes oder beim gemeinsamen Singen von "Freude schöner Götterfunken". Besonders gefreut haben wir uns über eine Kette mit einem 5-Yen-Stück als Anhänger, der uns allen viel Glück bringen soll. In Erinnerung bleibt uns sicherlich auch die Gastfreundlichkeit, mit der wir hier empfangen wurden, sowie die herzliche Abschlussrede der Managerin des Chores "An die Freude", wobei manch einer zu Tränen gerührt war. Diesen letzten Abend in Yamaguchi ließen einige noch bei einer inoffiziellen Abschiedsparty ausklingen, wobei das typisch japanische Karaoke nicht fehlen durfte. Somit verabschiedeten wir uns von der ersten Stadt unserer Japantournee und nehmen viele schöne Erinnerungen mit und hoffen, dass die weitere Reise ebenso erfolgreich verläuft wie bisher! LG Pia Bauer und Claudia Kischka
6. Bericht
Bericht den 08.04.2009 Dieser Tag war ein sehr interessanter,da wir nach Hiroshima fuhren. Um 8 Uhr gings mit den Bussen los zum "Hiroshima Peace Memorial Museum". Nach einer guten Stunde Fahrt waren wir dann dort angelangt und wurden mit Prospekten schonmal vorbereitet. Es war eine sehr große Ausstellung mit vielen Informationen und Bildern, Ausstellungsgegenständen wie z.B Kleidungsstücke, geschmolzene Glasflaschen und die berühmte Uhr, die zum Zeitpunkt der Explosion stehen blieb. Es gab viele Dinge, die die Emotionen in uns anregten. In einem Abschnitt gab es Fotos von Verletzten und Toten, sowie ein kleines Dreirad, das einem dreijährigen Jungen gehörte, der zum Zeitpunkt der Explosion im Garten spielte und dann an den schweren Folgen starb. Seine Familie begrub ihn dann zusammen mit seinem Dreirad im Garten. Erst 40 Jahre später wurde der Kleine umgebettet und das Dreirad dem Museum übergeben. Danach hatten wir Freizeit und konnten den umgebenden Park erkunden und auch etwas zu Mittag essen. Dann ging es mit den Bussen weiter nach Iwankani über die berühmte "Iwankani Bridge" zum "Iwankani Kultur Museum" in dem wir etwas über die Geschichte der Samurai erfuhren. Wir konnten nach der Führung verschiedene Schwerter genauer begutachten und sogar anfassen. Insgesamt war dies ein sehr erfolgreicher Tag an dem alle viel Spaß hatten und ebenso eine Art Geschichtsstunde hatten. LG Katharina Groll
7. Bericht
Bericht den 10.04.2009 Am Freitag mussten wir uns von unseren Gasteltern verabschieden und weiter von Yamaguchi nach Odowara zu unseren neuen Gastfamilien fahren. Der Abschied fiel uns schwer, denn ich habe mich an diese Familie sehr gewöhnt. Aber die Reisen geht weiter und schon um 9.00Uhr sind wir mit den Bussen aus Yamaguchi nach Fukuoka gefahren, um dort mit dem Flugzeug nach Tokyo zu fliegen. An das Fliegen haben wir uns schon gewöhnt, denn das ist unser 3. Flug innerhalb dieser Woche. Um 15.45Uhr sind wir in Tokyo angekommen, dann ging es mit Bussen nach Odowara weiter. Zuerst ging es über die mehrstöckige Brücke in Tokyo, ein großartiges Erlebnis. Links und rechts eine großartige Stadt! Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gesehen. Um 18 Uhr sind wir in Odowara angekommen, wo wir im Rathaus unsere neuen Gasteltern bei einem Empfang trafen. Das JSO-Odowara spielte für uns die Deutsche Nationalhymne und der Bürgermeister hielt eine Rede, in der er uns eine schöne Zeit und erfolgreiche Konzerte in Odowara wünscht. LG Sergej Ballach
8. Bericht
Bericht den 12.04.2009 Diesmal sendet das JSOM sommerliche Ostergrüße aus Japan. Wir hoffen, dass ihr alle ein fröhliches Osterfest im Kreise der Familie hattet. Auch, wenn das Osterfest in Japan noch nahezu gar nicht üblich ist, verbrachten wir einen besonderen Tag in Odawara. Trotz eines probenreichen Samstags wurde heute bereits um 10 Uhr geprobt, um uns auf das bevorstehende große Konzert in der Concert Hall vorzubereiten. Nach einer mehr oder weniger erfolgreichen Gesamtprobe konnten viele das Mittagsessen nicht mehr erwarten. Einige nutzen die Mittagspause auch dazu, sich das nahegelegene Schloss von Odawara mitsamt seiner Umgebung zu besichtigen. Nicht nur die Parkanlage mit kleinen Seen und die Pracht der Kirschblüten, sondern auch das Schloss selbst weckte unser Interesse. Die Aussichtsplattform bot einen grandiosen Rundblick über die Stadt und die Küste. Zum Mittagessen gab es eine große Vielfalt an Sandwiches und dazu japanische Reisbällchen. Nachdem unsere Mägen gefüllt waren und wir uns noch einmal an der frischen Luft erholt hatten, ließen wir das Konzert entspannt auf uns zukommen. Von der Empore aus genossen wir einige Stücke des Streichorchesters von Odawara, darunter Brittens "Simple Sinfonie" und Bartoks "Divertimento". Anschließend wirkten unsere Streicher bei der "kleinen Nachtmusik" von Mozart mit. Nach einer kleinen Umbaupause folgte unser Programm mit Beethovens 5. Sinfonie, wobei bei uns das japanische Orchester beim dritten und vierten Satz unterstützte. Mit den zwei letzten Stücken vertieften wir unsere kulturelle Freundschaft zu unseren japanischen Freunden. Das erste der beiden Stücke "Hakone Hatchiri"von Rentaro Taki wurde unter der Leitung des japanischen Dirigenten gespielt, wohingegen der ungarische Marsch von Hector Berlioz von Diethard Laxa selbst dirigiert wurde. Nach diesem sehr erfolgreichen Konzert folgte ein nicht enden wollender Applaus mit Bravo-Rufen und Standing-Ovations. Danach erwartete uns eine große Abschiedsparty, die von den japanischen Organisatoren vorbereitet worden war. Auf den Tischen fanden wir eine große Vielfalt an japanischen Delikatessen: Sushi, Fleisch, Fisch, Salate, Gebäck und Kuchen. Bevor das Buffet eröffnet war, wurden einige Dankesreden gehalten, die noch einmal viel zum kulturellen Austausch beitrugen. Der japanische Dirigent klärte uns über eine bedeutende Tradition auf und als Erinnerung überreichte er uns ein dafür typisches Accesoir (ein Gewand) überreichte. Herr Laxa hingegen stellte allen japanischen Gastfamilien und Organisatoren die deutsche Ostertradition vor und überreichte dem japanischen Dirigenten und dem Orchester einen großen Lindt Schokoladenosterhasen. Die letzten Worte ergriff der Präsident von Odawara, in denen er betonte, dass die Sprache der Musik ein verbindendes Element zwischen den doch sehr unterschiedlichen Kulturen ist. Er äußerte sich begeistert darüber, dass es trotz einer nur sehr kurzen Begegnung zu einem regen Austausch verschiedenster Traditionen gekommen ist. Anschließend forderte der Präsident alle zum Anstoßen auf. Von der Herzlichkeit gerührt wurde das Buffet mit "Kampai" und "Prost" eröffnet. Wir genossen die liebevoll zubereiteten Spezialitäten, feierten unseren sehr ereignisreichen Aufenthalt in Odawara und die netten Begegnungen mit unseren Gastfamilien. Diese haben uns sehr fürsorglich aufgenommen und uns viel von der japanischen Kultur gezeigt. Gegen Ende der Party folgte eine rührende Rede des japanischen Konzertmeisters, in der er betonte, dass er sich auf ein Wiedersehen und ein gemeinsames Musizieren freut. Nach diesem wunderbaren Tag mit Sonnenschein und einem gelungen Konzert ließen wir den Abend gemütlich im Kreise der Gastfamilie ausklingen. LG Henrike Reder und Klara August
9. Bericht
Bericht den 12.04.2009 Am 10. Tag,Ostersonntag,trafen wir uns morgens im Bürgerhaus von Odawara, um für das anstehende Konzert mit dem japanischen Streichorchester zu Proben. Zunächst jedoch probten wir alleine die 5. Beethoven und andere Stücke. Kurz darauf trafen unsere japanischen Mitspieler zur Probe ein. Nun musste geklärt werden, wie beim Konzert gesessen wird, was einige Zeit in Anspruch nahm. Nachdem alles geregelt war, wurde bis halb 1 geprobt ... zumindest Probten alle Streicher so lange. Die Bläser durften zum Ärger der meisten Streicher schon früher in die Pause, da die kleine Nachtmusik einstudiert werden musste. Soweit ich mich erinnere hatten wir zum essen und umziehen kaum noch Zeit. Was das Essen anging... naja... Reisbällchen mit Fisch... was sonst ;) Das Konzert begann dann pünktlich um 14:00 Uhr mit dem Auftritt des japanischen Streichorchesters. Wir duften in den oberen Rängen Platz nehmen und einer tadellosen Vorführung von 2 Musikstücken lauschen. Die Streicher setzten sich nun in Bewegung, um die kleine Nachtmusik aufzuführen. Nun war das Ganze Orchester an der Reihe sein Können unter Beweis zu stellen. Den ersten und zweiten Satz der 5. von Beethoven spielten wir alleine. Zum dritten und vierten Satz stieß das japanische Orchester zu uns, was vor allem den letzten Satz äußerst beeindruckend machte. Zm Abschluss spielten wir noch zwei etwas kürzere Stücke. Als erstes Hakone Hachiri, dann den ungarischen Marsch. Nach dieser gelungenen Vorstellung ernteten wir viel Applaus, bei dem die Dirigenten und Lehrer der einzelnen Stimmen mit Blumen beschenkt wurden. Abends fand eine Abschiedsfeier statt, bei der man etwas essen und trinken, oder sich mit Freunden oder seiner japanischen Gastfamilie unterhalten konnte. Am Ende des Tages waren dann doch alle sehr glücklich und freuten sich schon auf die Weiterreise nach Ritto. LG Christoph Behrens und Patrick Müller
10. Bericht
Bericht den 14.04.2009 Wir trafen uns um 8:30 Uhr am Bürgerhaus - für unsere Verhältnisse viel zu früh - und bepackten die Busse. Wie immer haben nicht alle Koffer in die Gepäckräume gepasst, daher mussten wieder mal die Gänge mit Koffern und Taschen belagert werden. Um 9:00 Uhr ging es dann unter japanischen Tränen los in Richtung Ritto. Da unser Busfahrer schneller als erwartet war, mussten wir jede Stunde eine Zwangspause einlegen. Um ca.16:00 Uhr kamen wir in Ritto an . Die Gastfamilien trafen allerdings erst kurz vor 5:00 Uhr ein. Nach einem kurzen Empfang wurden wir unseren Gastfamilien zugeteilt und jeder war wieder seinem Glück überlassen. So endete ein relativ unspektakulärer, jedoch sehr lustiger Tag. LG Konstanze Herold und Verena Probst
11. Bericht
Bericht den 15.04.2009 Heute ging's um neun Uhr mit den Bussen los nach Kyoto. Erstes Ziel: der goldene Tempel. Natürlich wurden dort wie immer viele Fotos gemacht und einige buddhistische Rituale, wie zum Beispiel Münzen werfen und danach beten, ausprobiert. Auch die Souveniershops um den goldenen Tempel wurden schnell von unserer Gruppe belagert, um Mitbringsel und Andenken zu ergattern. Als nächstes fuhren wir zum Moviepark. Hier waren alte japanische Häuser aufgebaut und man konnte viele Kulissen aus Ninja-Filmen begutachten. In verschieden Shows konnten wir uns Kämpfe oder Specialeffects anschauen. Wieder wurden viele Fotos mit Ninjas oder Geishas, in ihren traditionellen Gewändern, gemacht. Es kam auch endlich die Sonne heraus. Zuletzt sonnten wir uns noch vor einem anderen Tempel und schauten uns den Park an. LG Rebecca Rössling
12. Bericht
Bericht den 16.04.2009 An unserem vorletzten Tag in Japan trafen wir uns um 9 Uhr, um mit den Bussen zur"Omi Brotherhood School" zu fahren. Dies ist eine privat-christliche und sehr hübsche Schule in Oumi-Hachiman. Alle freuten sich über den bereitgestellten Kaffee und die Kekse. Das Programm ging gleich mit Aufbau und Anspielprobe weiter. Um 11:30 Uhr wurde uns dann das Mittagessen in der Kantine serviert: Reis mit einer leckeren Currysauce und Salat. Danach probten wir das Klavierkonzert von Camille Saint-Saens mit unserer Solistin Maja Onishi. Nach einer kurzen Pause ging die Probe mit Beethovens 5. Sinfonie und Coriolan weiter. Dann stießen die Japaner und Australier zu uns um mit uns zusammen 2 japanische Stücke zu spielen. Trotz Platzmangel lief es doch ganz gut! Zum Abendessen gab es schließlich Sandwiches und Banane. Das Konzert wurde von dem Schulorchester der "Omi Brotherhood School" eröffnet. Danach spielten wir unser Programm mit Coriolan, dem Klavierkonzert und der 5. Sinfonie. Am Ende spielten wir zusammen mit den Japanern und den Australiern die 2 vorher geprobten Stücke. Wir mussten sogar stehen, damit alle auf die Bühne passten! Aber es hat gut geklappt und nach dem Konzert bekam sogar jeder von uns ein Geschenk. Unsere Gastfamilien holten uns nach der einstündigen Busfahrt in Ritto ab. Leider bleibt uns jetzt nur noch ein Tag in Japan! LG Patricia Falkenstein und Marlene Hafner
13. Bericht
Bericht den 17.04.2009 Nach unserem erfolgreichen Konzert in der "Omi Brotherhood School" folgte eine Belohnung besonderer Art: Unsere Organisatoren gaben uns für die am Vormittag angesetzte Probe frei. Gestaltet wurde dieser letzte Vormittag in Ritto auf unterschiedliche Weise: Einige nutzten die Zeit, um mit ihren Gastfamilien die Umgebung von Ritto zu erkunden, andere gingen auf eigene Faust die restlichen Yen in Purikura-Fotos investieren, und wiederum andere suchten in dem freien Vormittag die Möglichkeit, Schlaf der letzten beiden Wochen nachzuholen. Für einen Teil des Orchesters begann dann um 15:30 Uhr die Probe des Saint-Sains-Klavierkonzerts, die dann eine Stunde später in großer Besetzung für das übrige Programm fortgesetzt wurde. In der Pause vor dem Konzert kamen wir dann auch noch einmal in den Genuss ausgewählter, japanischer Spezialitäten, welche uns trotz zweiwöchigem Sushitraining völlig unbekannt waren. Um 19 Uhr herrschte unter der Mannheimer Besetzung höchste Konzentration, da nach einem ersten Auftritt des Gastorchesters das letzte Konzert in Japan folgen sollte. Dies fand zudem in der "Sakira"-Halle, die größte Konzerthalle in Ritto, statt, zu der fast alle unsere Gastfamilien zum Zuhören gekommen waren. Das Konzert war ein voller Erfolg und so blieb auch der Lob der Gastfamilien nicht aus. Grund zur Freude hatte auch Verena, die an diesem Tag ihren achtzehnten Geburtstag feierte. Nach dem Konzert wurden letzte Absprachen für die Abreise getroffen, welche von fünf auf vier Uhr morgens vorverlegt worden war. Es folgten letzte Bilder mit der eigenen Gastfamilie und eine sehr kurze, letzte Nacht in Japan. LG Maren Karas
Hier ist es an der Zeit, Lili und Hagen Bleeck zu danken, die die Berichte schickten.
Das waren sehr wahrscheinlich alle Berichte, obgleich am Freitag, der in Japan schon begonnen hat, in Rittoh noch ein zweites Konzert mit dem selben Programm wie in der "Omi Brotherhood school" stattfindet (in der Sakira-Konzerthalle). Nach diesem Tag (das Konzert soll bis 21.30 Uhr gehen) wird wohl keiner mehr einen Bericht schreiben oder Blecks ihn abschicken, denn am Samstag gegen 5 Uhr am Morgen treffen sich alle mit Gepäck zum Abschied nehmen. Wir freuen uns, unsere Musiker/innen bald wieder zu sehen und wünschen ihnen einen guten Heimflug!