Dirigent

Diethard Joachim Laxa

Leiter des Jugendsinfonieorchesters Mannheim

 

Studium an der Musikhochschule des Saarlandes Schulmusik, Orchestermusik und Musikerziehung, sowie Musikwissenschaft und Geographie an der Universität Saarbrücken. Ergänzende Dirigierstudien bei Thomas Ungar und Sergiu Celibidache. Parallel zum Studium fünf Jahre Schulmusiker am Gymnasium. Mitglied im Sinfonieorchester und im Streichquartett der Bundeswehr. 1972/3 Konzert- und Operndienst im Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz. Nach den Staatsexamina 1981 Stimmführer im Kurpfälzischen Kammerorchester (dort auch oft Gastdirigent) und Lehrkraft an der Musikschule Mannheim. 1977-87 Aufbau und Leitung des „Sinfonieorchester des Landkreises Kaiserslautern“; 1990 Leitung des „Speyerer Kammerorchester“; 1998 des „Kammerorchester Schlösschen Limburgerhof“ . Konzertreisen nach England, Italien, Spanien, allen Kanarischen Inseln, Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland, Tschechien, Österreich, Holland, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweiz, Israel, Zypern, Australien, Japan, Argentinien und Brasilien. Seit 1985 intensive Beschäftigung mit Barockvioline und -viola. 1999 Fachgruppenleiter an der Musikschule Mannheim, Leitung des „JugendSinfonieOrchester Mannheim“, der zwei Musikschulkammerorchester. 2008 Gründung des Streichorchesters „Concerto EQuadro Mannheim“, welches meist als Barockorchester auftritt. Unzählige Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen als Orchestermusiker, Solist und Dirigent.

 

Statement zu seiner Arbeit für das JSOM:

In den vielen Jahren meiner musikalischen Tätigkeiten (ein umfangreiches Studium, fünf Jahre lang Schulmusiker am Gymnasium Landstuhl, Geiger im Musikkorps, Konzert- und Theater­dienst in der Rheinischen Philharmonie Koblenz, fast achtzehn Jahre Stimmführer im Kurpfälzischen Kammerorchester, umfassende Dirigiererfahrung im Berufs- und Amateurbereich) leistete ich mir immer das kleine Vergnügen, einmal in der Woche die ursprüngliche Freude der Liebhaber an ihrem Tun zu genießen und etwas davon mit hinüberzunehmen in den aufkeimenden alltäglichen Dienstfrust.

So zögerte ich 1999 nicht eine einzige Sekunde mit meiner Bewerbung für die Leitung des Jugendsinfonieorchesters Mannheim, wohl wissend, dass es mit vierundvierzig Jahren kein Zurück zu einer guten Orchesterstelle mehr geben würde. Bereut habe ich diese Entscheidung nicht ein einziges Mal.

Jungen Musikern durch Selbermachen nahe zu bringen, wie großartig das Erlebnis Musik sein kann, im Gegensatz zur heute üblichen passiven Konsumhaltung, ist eine lohnende Aufgabe und gleichzeitig einzige Chance für das Weiterleben des klassischen Erbes in der nächsten Generation. Erstaunlich ist es für mich dabei immer, mit welcher Ernsthaftigkeit und Begeisterung die jungen Leute gewillt sind, sich den hohen Schwierigkeiten und Anforderungen zu stellen und große Opfer an Freizeit zu erbringen. Dass der hohe Einsatz zu außergewöhnlichen künstlerischen Ergebnissen führen kann, belegen die CDs des Orchesters und die positive Resonanz nach den Konzerten durch Publikumsäußerungen und Presse.